Sonntag, 10. Januar 2016

The same procedure as every year

Keine Angst dies soll kein Jahresrückblick werden oder so. Dafür bin ich dann doch zu schreibfaul. Stattdessen gibt es ein paar News zum letzen und ersten Trip des Jahres ins Tessin.
Die Temperaturen lagen um den Nullpunkt und der Himmel war wolkenlos blau. So wie man es eben aus dem Tessin gewohnet ist. Immerhin hatte es fast zwei Monate nicht mehr geregnet. Da die meisten Klassiks in Brione dann doch schon geknipst sind standen, diesmal ein paar Linien auf dem Programm, um die ich sonst immer einen Bogen gemacht habe.
"Apollo, 8A" war der erste Boulder den ich in dem Urlaub probierte. Apollo ist doch nichtmal eine Linie, kann man jetzt sagen und ich muss gestehen, dass das stimmt. Ne Linie ists nicht, aber dafür klettert es sich ziemlich gut.


Ansonsten probierte ich eigentlich hauptsächlich "The Kingdom 8B+/C". Ich kannte zwar die Beta von den Begehungen von Carlo und Jimmy, dachte aber, dass diese aus Platzgründen für mich absolut nicht umzusetzen sind. Nach 2 Tagen tüfftlen hatte ich auch eine eigene Lösung allerdings mit einem gravierenden Haken. Nach dem zweiten Zug steht mein rechter Fuß auf dem Tritt, wo dann eigentlich der Linke hin muss. Wechseln unmöglich - zumindest für mich.
Also doch die Zwergenbeta. Leider konnte ich Züge so nur mit Unterstützung machen, aber es fühlte sich zumindest vorstellbar an. Naja und dann kam der Nebel und der Schnee.
Zumindest Max und Paula kamen noch auf iher Kosten. Max konnte "Amber 8A+/B" zocken und Paula baute mit Jochen und Miri einen schönen Schneemann.


Der weiße Belag sah zar schön aus aber die meisten Boulder waren nun unmöglich. Lediglich "La Brionesque, 8A" war noch zu 90% trocken. Der Ausstieg war etwas vereist wurde aber von uns als machbar eingestuft. Nach einem kurzen Warm-Up konnten Peter und ich das Teil dann auch knipsen :-)


An Sends wars das dann leider auch schon, aber dafür hatten wir viele schöne Tage beim Ausbouldern von schwerem Zeug und auch einige krasse Drops beim Kartenspielen in Möffers und Andreas Bus.
Aber die Tage werden ja auch wieder länger wärmer und trockener.
In diesem Sinne ein frohes neues Jahr :-)

Freitag, 13. November 2015

Magic

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und endlich gibt es mal wieder einigermaßen brauchbare Temperaturen zum Bouldern. Zuletzt gings mit Tobi ins Magic, das erstaunlicherweise gerade ein Wetterhoch aufweist. Sonne pur und keine Wolke eine ganze Woche lang und es soll tatsächlich noch anhalten. Ich glaube ich habe auch noch nie soviele Leute dort im November getroffen wie letzte Woche. Die Boulderwelt ist halt doch klein ;-)
Die Bedingungen waren dann schon eher novembertypisch. Morgens und abends war es so derart nass, dass man eigentlich nicht mal am Feuer sitzend trocken blieb und viele Boulder erholten sich nicht mal im Laufe des Tages davon. Nichtsdestotrotz überzeugte das, was einmal abgetrocknet ist, mit top Grip.
Für mich stand eigentlich erstmal nur "One Summer in Paradise, 8B" auf dem Plan, das ich mir im April-Trip das erste Mal angeschaut hatte, dann am letzten Tag aber nicht mehr punkten konnte. Auch während des 35°C- Trips diesen Sommer wollte das Teil nicht fallen und so hoffte ich nun auf Erfolg.

"One Summer in Paradise" im Juli
Der erste Tag überzeugte besonders mit Nebel und extranassen Griffen. Aber zum Reinkommen war das gar nicht so schlimm. Man muss ja eh erstmal wieder auf die Griffe klarkommen und sich in die Moves fühlen. Ein paar gute Gos hatte ich zwar, aber zerstören wolte ich mich bei der Feuchtigkeit nicht. Und so wurde "One Summer" auf den darauffolgenden Tag verschoben. Ohne Nebel lief es gleich viel besser und so stand ich im 3. Go des Tages auf dem Block :-)


Die Pflicht ist erfüllt, nun folgt die Kür: Einige Boulder wollte ich mir ja noch anschauen und mich in die Züge fühlen, schließlich braucht man ja auch neue Projekte.
Highlight in dieser Hinsicht war definitiv "Ill Trill, 8B+", welches abgefahrene Spannungszüge an eigentlich gar nicht so schlechten Griffen aufweist und vom ersten bis zum letzten Zug fordert. Nochmal Glückwunsch an Chris, der das Biest ein paar Tage später gepunktet hat :-)
Bei mir fehlt noch einiges und es stehen erstmal die Einzelzüge auf dem Programm. Außerdem schauten wir uns dann noch "Believe in Two, 8B+" an, den Rechtsausstieg zum "Steppenwolf". Läuft ganz gut wäre da nicht am Ende dieser Dreckspinch, den ein gewisser J.W. einfach weghangelt, Chris und ich aber gerade so halten konnten. Zug einleiten: ja, Zug halten: eher naja. Aber was solls schließlich kann man auch nicht erwarten, dass sofort alle Moves laufen.
Tobi, der quasi das zweite Mal im Magic war, hatte noch alles fast offen, und machte sich auf Klassikerjagd. "Stressman, 7A", "Bosna Genial, 7A", "Heb da Arsch, 7A", "Fliegen erlaubt, 7A+" und noch ein paar andere konnte er easy ticken. "Jack the Chipper, 7C", "Man of the Cow, 7C" und " Schneebrett, 7C" wehrten sich dagegen mehr, sind aber das nächste Mal locker drin. Bleibt zu hoffen, dass das Hoch noch ein wenig hält bevor der alljährliche Schneeeinbruch kommt.

Und weil ich zuvor mit Fabi im Tessin unterwegs war, gibts hier noch das Video für alle die es noch nicht auf fb gesehen haben:

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Samstag, 3. Oktober 2015

Video-Update

In der letzen Zeit bin ich leider nicht wirklich viel zum Schreiben gekommen, weshalb ich es bei den bewegeten Bildern belassen will statt jetzt noch die große Retrospektive auszupacken. Sobald die Uni vom Tisch ist gibts aber auch wieder mehr Report, Bilder und alles was dazugehört.

Deshalb hier ohne viel Drumherum noch die Videos zum Sustenpowern und zum Beaux Quartier :-)


Freitag, 7. August 2015

Fingerschnetzeln in der Silvretta

Nachdem die Sehnenscheidenentzüdungen in den Ringfingern endlich ausgeheilt waren und das Stellwerk meiner Hände endlich wieder funktionstüchtig wurde, stand dem Trip: Silvretta-Outdoor-Magic Wood eigentlich nichts mehr im Wege und die Erwartungen waren entsprechend hoch. "Hoch" ist zudem das Stichwort, wenn es um die gemeldete Wetterlage geht. 14 Tage Sonne pur waren gemeldet, aber Max versprach mir hochalpine Temperaturen in der Silvretta und das rauhe Gestein würde seiner Meiung nach dann auch das Übrige tun.
Ok, alles klar auf gehts Richtung Silvapark. Da dies mein erster Besuch sein sollte, hatte ich ja auch noch alle Boulder offen, aber heutzutage gibts ja massig Feed aus dem Internet und so hatte ich mir schon ein paar Boulder rausgesucht die ich  antesten wollte. So standen: "Skirouten Projekt", "Memento", "Rombuk", "Golden Gate", "Pretty Belinda", "British Airways" und der "Schattenkrieger" auf der Unbedinngt-Anschauen-Liste.
Was soll man sagen. In einer Sache hatte Max auf jeden Fall Recht: Wenn man einen Griff berührt hält man ihn auch fest, oder besser gesagt der Fels beißt sich in das Fleisch deiner Finger und hält dich fest.
Da meine Finger doch noch vom brionesquen Gestein und dem vergleichsweise samften Granit vom Magic Wood verwöhnt waren, tat ich mich zu Beginn doch schwer den Schwerz zu ignorieren.
Mit der Zeit sollte sich das aber geben.

Hier kurz die Short Facts zur Silvretta:

nächster Ort: Galtür, dort hats auch eine Einkaufsmöglichkeit

Anfahrt: einfach Galtür ins Navi eintippen und dann hoch zur Ballunspitzbahnstation. Der Weg hoch ist unnötigerweise mit Schotter bedeckt, der das Befahren nicht angenehmer macht. Wer die Silvrettahochalpenstraße fahren muss, sollte beachten dass diese von 19:00-6:00 umsonst befahrbar ist. Sonst kostets 15€.

Übernachtung: Der kostenpflichtige Parkplatz direkt an der Seilbahn kostet 5€ pro Auto je Tag. Der Automat wechselt nicht also ausreichend 5er einstecken.

Fels: extra rau mit Spezial-Grip durch feine Kristalle

Topo: aktuellstes Topo liefert der Gebro-Verlag. Die Bewertungen sind sehr oldschool, aber man muss ehrlich zugeben, dass die alten Bewertungen wie sie sich im Alpen en Bloc finden ziemlich übertrieben sind.

So jetzt weiter im Text, denn jetzt gehts um die Boulder. Die sind nämlich meist, abgesehen von ein paar Lowballs, die man nicht machen muss, erste Sahne. Angesichts der geilen Züge und der schönen Linien vergisst man dann auch schnell die schmerzende Haut. Highlight des ersten Tages war sicherlich "British Airways, 7C+" der mit einigen athletischen Zügen und einem Abschlussdyno an einen Sloper aufwartet. 
In der Dämmerung, die übrigens nur verdammt kurz ist, denn 5min später ist gefühlt das Licht auch schon aus, gings zurück zum Camp, wo schon die Pläne für den nächsten Tag geschmiedet wurden.
Für den kommenden Tag stand eigentlich x-ray auf dem Plan, allerdings muss ich zugeben, dass mir der Start des Boulders so gar nicht getaugt hat und mich dann lieber Richtung "Schattenkrieger, 8A" und "Zwiederwurzn, 7C+" aufmachte. Max hatte beide Bolder schon abgeknipst und mir diese als Pflichtboulder verkauft. Max hatte nicht zuviel versprochen. Beim Schattenkrieger befindet sich ein kleiner See, der die Sonne an den Fels spiegelt, was dem Boulder neben den schönen Zügen auch eine tolle Atmosphäre verpasst. Die Zwiederwurzn ist auch nicht so unangenehm wie der Name erwarten lässt. Die Standartbeta war mit meinem leicht bewegungslegastenischen linken Bein aber leider nicht möglich. So kann man wohl zum Matchen des Untergriffs seinen linken Fuß zur linken Hand legen. Naja konte ich nicht, ging aber auch so und so holte ich noch den ein oder anderen Punkt in Sachen Pressigkeit aus dem Boulder raus. Wir waren ja schließlich nicht zum Spaß da, sondern wollten hart trainieren um am heimischen Plastik besser zu performen...haha ist natürlich totaler Unfug ;-)
Hier die Durchstiegsvideos zu Schattenkrieger und Zwiederwurzn:


Zum Abschluss gings noch zum Auschecken vom "Charity Bouldern, 8A+/B". Das Teil hat halt mal mega Züge und ist eigentlich fast das gleiche wie das "Skirouten Projekt" nur ohne den Fear-Faktor. Allerdings musste ich auf den Durchstieg noch ein paar Tage warten, denn meine urspüngliche Beta wollte ohne Dropknee auskommen. Dieses mentale Handycap ist noch dem Innenbandriss im Knie vom letzten Jahr geschuldet. Am Ende gings doch und so wurde die Beta auf Standart einägyptern und kontrolliert an den Henkel springen zurückgestellt und wenn man am Ende auf dem Block steht ists einem auch eh egal mit welcher Beta man hochgekommen ist.
 
Charity Bouldern, 8A+/B

Die nächste Tage standen dann noch die anderen Unbedingt-Anschauen-Boulder auf dem Plan. "British Airways" und "Schattenkrieger" waren von der Liste und das "Skirouten-Projekt" eigentlich auch, da ich mir lieber noch die anderen Sache antesten wollte.
"Pretty Belinda, 7C+" war schnell vom Tisch. Nachdem ich nach 8Std bouldern im Halbdunkeln mir meine Beta zurecht gelegt hatte, denn für einen Durchstieg war ich definitiv zu platt, klappte die Schönheit am nächsten Tag quasi als Warm-Up. Es ist auch eigentlich kein einziger schwerer Zug dabei, sondern es sind halt verdammt viele und tricky ists aufgrund der Knieklemmer auch. Was die Ästhetik des Blocks angehet auf jeden Fall ein absolutes Highlight.
"Golden Gate" hat mich dagegen einfach nur ausgespuckt. An dieser Stelle nochmal Respekt an Jan für den Flash. Das gab mir auf jeden Fall die Motivation für ein paar extra Trainingsessions die letzeten Tage.
Eine Erstbegehung ist wahrscheinlich auch noch bei dem Trip herausgekommen. Die Linie rechts vom Shining hört nun auf den Namen "From Dusk till Dawn" und checkt so bei 7C ein. Der Start an den beiden schrägen Leisten ist mit einem roten Pfeil markiert. Der Boulder verläuft dann nach rechts bis zum Bug und steigt diesen aus. Leider haben wir kein Bild dazu, aber vielleicht gibts ja noch eine Bildspende von Karo und Roland, zwei supernette Österreicher, die wir auf dem Trip kennengelernt haben.
Den Abschluss des Trips bildete "Rombuk, 8A+". Das Teil ist wahrscheinlich das abgefahrenste was ich je gebouldert bin. Man kanns eigentlich gar nicht beschreiben, weshalb ich hier mal ein altes und sagen wir interessantes Video vom Herrn Woods verlinkt habe.



"More Shining" und "Memento" sind auf jeden Fall möglich, aber ein Funken mehr Spannung ist beim mir noch nötig. Sicherlich ist dies auch nicht der letzte Besuch in der Silvretta gewesen, denn mit "Anam Cara", "Memento", "More Shining" und "Golden Gate" habe ich ja noch ein paar echte Perle offen.

  








Mittwoch, 22. April 2015

Aller guten Dinge sind 3!

Worum gehts? Nunja letzten Freitag habe ich mein nun erstmal letztes Schülerprojekt durchgeführt und mir gedacht, dass es sicher kein Fehler sein kann, sich bei dem guten Wetter ein wenig frei zu nehmen.
3 Spots standen auf dem Programm. Genauer gesagt war der Plan wie folgt:

Samstag-Sonntag: Frankenjura
Montag: Heidelberg
Dienstag-Sonntag: Magic Wood

Der Plan steht also und so gings erstmal am Samstag Richtung Franken. Nachdem wir erst Mittags losgekommen sind standen wir natürlich mit ca 18:00 erst recht spät vor dem ersten Block in Pottenstein.
Zum Reinkommen wollten wir den Zerberus auschecken, da dieser Spannung fordert und fürs Franken doch recht angenehme Griffe hat. Nachdem ich eine alternative Beta ohne irgendwelche Hooks gefunden habe, war die Motiation fürs "Oldschool Rocks, 8A+" natürlich groß. Da geht was, doch die besondere Durchstiegserwartungen hatte ich eigentlich nicht. Manchmal ist das wohl aber das beste, da man sich nicht selbst so unter Druck setzt. Wir legten die Pads aus und ich startete einfach gleich von unten einen Go, eigentlich, so der Plan, um einfach mal wieder in den Boulder reinzuschaun. Plötzlich hatte ich aber beide Schulterleisten in der Hand und obwohl diese ziemlich feucht waren, hatte ich ordentlich Druck auf den Teilen.
Der Sprung war dann zwar nochmal spannend, der Ausstieg wurde bei dem plötzlichen Flow allerdings zur Formalität. Mega, was geht denn eigentlich ab. So kann es gerne häufiger mal laufen :-)

"Oldschool Rocks, 8A+"


Sonntags wollten wir dann seilklettern, da es doch recht warm war und wir nun auch die nötige Zeit und nicht nur die 2 Stunden vor Dämmerung zur Verfügung hatten. Pascal machte gute Fortschritte im "Black Label, 9a" und ich schaute mir nach nunmehr einem Jahr mal wieder "Burn 4 You, 8c" an. Die Züge liefen gut und ich denke, dass wir die Routen diese Saison auf jeden Fall noch bezwingen können. Fürs erste Mal einbinden im Jahr lief es zumindest ganz gut. ;-)

Eigentlich hatte ich ja jeden Tag das Wetter gecheckt und den Montag auserkoren, um nochmals "Cannibal Corpse, 8B+" zu probieren, da es an diesem Tag doch recht kühl werden sollte. 14°C ist zwar noch nicht ideal aber mit dem gemeldeten Wind doch nochmals deutlich besser als die Woche zuvor bei knappen 21°C, bei denen es nicht möglich war den Sloper zu halten. Nunja, Wetterberichte sind nunmal so eine Sache. Meistens trifft man in seinem Urlaub dann doch die 5% Regenwahrscheinlichkeit ziemlich genau. Bei mir war es jetzt umgekehrt. Der erhoffte Wind kam nicht und statt 14°C waren es dann doch wieder 20°C. Was soll man machen. Probiert habe ich es narürlich trotzdem, obwohl alles geschmiert hat, aber der Kannibale hat mich dementsprechend einfach ausgespuckt und beim letzten Zug mal wieder in den Matsch geworfen.

kurz vorm Matschbaden, nachdem der linke Sloper mal wieder wegging

Da bleibt nur die Hoffnung, dass wenigstens noch in der Schweiz auf den Wetterdienst Verlass ist. Dorthin gings nämlich mit Max für den Rest der Woche also Dienstag bis Sonntag.

Kaum angekommen machte sich schon die Freude breit, dass die Schweizer wohl den besseren Wetterdienst haben. Angenehme 14°C, wie vorhergesagt. Da wir nicht mehr viel Zeit hatten und noch im hellen Bouldern wollten gings auch nach einem kurzen Warmup am "Freiwild, 7A" dirket los ans "Elektroboogie, 8A+". Schnell Züge checken, ... läuft. 15 Minuten und 3 Gos später stand ich oben und freute endlich diese Perle getickt zu haben. Für mich ist Electroboogie definitiv einer der besten Boulder, die ich in dem Grad gemacht habe. Danach gings ans "Muttertag, 8A", dass allerding dank einem D. Graham ganz schön abgestürzt war. Dieser hat nämlich den ganzen Tag den Sitzstart "Mystic Stylez, 8B+" probiert und wir kamen halt gerade dann, als die Griffe schon unter Wasser standen. Beim Sit hält man halt die eh schon rutschige Leiste so lange in der Hand, dass diese danach unweigerlich feucht ist. Einen Vorwuf kann man also nicht machen, trockenlegen war aber nicht mehr möglich.
Egal Pads auslegen und mal schaun was geht. Fuß stellen, anblockieren, bäm, Leiste solide getroffen und aussteigen. Das war mal ein kurzer Prozess. Bei Max lief es auch nicht schlecht und er konnte trotz der abgesoffenen Griffe den Sprung einleiten und die Zielleiste berühren. Leider hat er sie trotz der guten Gos nicht gehalten, aber für ihn war es der erste und sicherlich nicht der letzte Magic Besuch.
Nachdem ich dann mit Stirnlampe noch die Sitzstartsequenzen bouldern konnte, waren wir für den Tag zufrieden und genossen mit Axel, Katinka und Finja unser Belohnungsbier.

Auch am nächsten Tag wurde hart probiert. Ich versuchte mich an "Foxy Lady, 8A" und "Deep Throat, 8B" blieb aber bei beidem erfolglos, da mich die Boulder am jeweils etzte Zug mehrfach abgeworfen haben. Max war dagegen überaus erfolgreich und konnte mit "Foxy Jump, 8A", die direkte Sprungvariante zu Foxy Lady, nicht nur seine erste 8A aufschreiben, sondern dann mit "Valentine's Day, 7A+" auch noch einen zwar leicht bewerteten aber extrem biestigen Boulder bezwingen.



Max klettert "Valentine's Day, 7A+"

Für Donnerstagmorgen stand erstmal "Sofasurfer, 8A/+", quasi als Warmup auf dem Plan und Max probierte "Foo Fighter, 7B+". Der Surfer hatte scheinbar tatsächlich seinen Sofatag, denn er machte keine Anstalten sich zu wehren. 15min später wechstelte ich also in den Supportmodus, um Max bei seinen Gos zu spotten. Foo Fighter war bei Max unglaublich knapp, denn der Boulder hat ihn nochmal ganz oben rausgeworfen. Aber der Tag war ja noch jung. Ich machte mich auf zu "Deep Throat" und knallte den Schlund im 1. Go weg. Bäm! Das hat mir soviel Spannung und Haut gespart, dass ich diese zum Auschecken vom "Steppenwolf, 8B" investieren konnte. Das Teil lief gut, warf mich dann aber doch zweimal beim Sloperzug ab und plötzlich war auch das Licht aus. Aber vom Prinzip her kann man nicht klagen: Finger nicht blutig und 2 von 5 Wünschbouldern geknipst.


"Deep Throat, 8B"


Freitag = Regentag = mein Geburtstag = Loungetag = Liquor-Friday = Bierttrinktag

Samstag gings erstmal zum "Unendliche Geschichte 2, 8A", die Max probierte, während ich in der Sonne gammelte. Leider hatte er kein Glück und fiel noch einmal ganz am Ende beim letzten Verlängern auf der Sloperrail. Gegen Mittag gings dann weiter ans "Riverbed, 8B". Den Boulder wollte ich klettern, seitdem ich das erste Mal Dosage 3 gesehen hatte. In der Zwischenzeit war ich natürlich diverse Male im Magic Wood und genauso oft auch am Riverbed, nur dass ich halt nie in der Lage war mehr als 2 Züge am Stück zu klettern.
Aber genug der Retrospektive, ich checkte die Züge und alles fühlte sich deutlich leichter an als vor ein paar Jahren (gut , wäre auch schlimm gewesen wenn nicht).
Züge gecheckt, Zeit für einen ersten Go. Alles lief super und ich staunte nicht schlecht als ich plötzlich die letzte Kante in der Hand hatte. Aufhangeln und fertig dachte ich. Aufhageln, DAB!
Den Baum hätte ich am liebsten ausgerissen, aber ich war auch sicher nicht der Erste dem das passiert ist.
Also nochmal von vorne beginnen. Nachdem ich noch einmal rausgepurzelt bin war der 3. Go dann aber recht solide und ich konnte einen meiner Traumboulder und Nummer 3 von 5 von der Liste streichen :-)
Direkt danach gings ans Steppenwolf. Griffin hatte freitags bevor der Regen kam eine Plane gespannt, die Schlimmeres verhindern sollte. Der Plan hat auch zu sagen wir 95% Prozent funktioniert. Die Solper waren dann doch etwas feucht und ein Wasserband hat sich über alles gezogen was auf Höhe der Zange lag. Für meine Beta waren das aber nur ein paar Tritte und den Ausstieg habe ich vorsorglich nocheinmal gut eingechalkt und geputzt.
Ohne Erwartungen setzte ich mich hin. Max fragte noch, ob er nicht die Kamera aufbauen solle, aber ich meinte es sei Quatsch den ersten Go zu filmen. Max hielt mit dem Handy trotzdem drauf und deshalb ist auch der Durchstieg im Kasten :-) So kann ein Tag laufen. Zweiter Doppel 8B-Tag innnerhalb von 2 Wochen. Damit konnte ich auf jeden Fall leben. Boulder 4 von 5: Check :-)


Nur die Nummer 5: "One Summer in Paradise, 8B" wollte nicht mehr klappen. Ich kann einfach mit dem 1-1/2-Fingersteller am Ende nicht viel anfangen und muss von dort die linke Leiste regelrecht anschnappen. Einzeln geht das zwar, aber von unten hat es micht dort dann noch 3 Mal rausgeworfen. 
Aber egal, wir haben zwar beide nicht alles gemacht was wir klettern wollten, aber es war definitiv eine geile Zeit, bestes Wetter und was die Ticklisten angeht, denke ich dürfen wir uns auch nicht beschweren ;-)






Samstag, 11. April 2015

Ticino Rampage Revival Trip

Es ist nun schon 3 Jahre her seit Alex und ich mehrer Tage in Brione unterwegs waren. Damals waren wir einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnten uns bei traumhaften Bedingungen einige der geilsten Boulder des Gebiets abholen. Hier nochmal das Video von damals:


Es ist schon lustig wie die Zeit vergeht und man sich daran erinnert als hätte es auch erst vor kurzem sein können. Dises Jahr war der Plan derselbe. Da wir über Ostern nicht viel Zeit hatten, konnten wir nur die Kerntage von Gründonnerstag bis Ostermontag wegfahren. Aber wir dachten uns, dass die 5 Tage wahrscheinlich eh reichen werden, um uns komplett zu zerstören.
Aber ersteinmal ankommen. Da wir nicht wie geplant Mittwochnachts losgekommen sind und noch mit Tom eine kleine Oldschool-Trainingssession in Alex Keller machen mussten, gings halt erst an Gründonnerstag los, der ja eigentlich schon als erster Bouldertag geplant war. Großer Fehler!, denn nicht nur in Stuttagrt verliert man dann mal eben ne Stunde, sondern auch am Gottard, der uns mit mit 6km Stau begrüßte.
Das war mitunter auch der Grund warum wir uns entschieden den ersten Tag doch in Chironico zu verbringen, um wenigstens überhaupt noch etwas im Hellen machen zu können.
Die schlechteste Entscheidung war das nicht, denn so konnte Alex mit "Second Life, 8A+" schon mal die erste alte Rechnung begleichen. Die Begehung gibt es ohne viel Schnickschnack auch auf Video. Hier bitteschön :-)


Ich machte 2 gute Gos in "The Great Shark Hunt" lies den Hautfresser mit den geilen Zügen dann aber bleiben, da ich mir nicht direkt die Finger zerschneiden wollte. Es stellte sich heraus, dass dies kein Fehler war.

Endlich in Brione: genauso geiles Wetter, geilerer Fels, geilere Boulder und nicht ganz so geile Parkuhren.
Überall im Tal stehen jetzt Parkuhren die einem 10Fr pro Tag abverlangen. Mehrtages Tickets kosten 10Fr + 4Fr für jeden weiteren Tag. Die Teile fressen übrigens nur Kreditkarten und Münzen. Mit Scheinen kommt man also nicht weit und Wechselgeld spucken die Dinger auch nicht aus. 
Aber das ist wohl mittlerweile der Preis dafür, dass das Tal zunehmend überlaufen wird und das natürlich nicht nur von Boulderern. Vor allem wird der Ort von dicken Bonzenkarren zugeparkt, deren Fahrer sich erst über die Schönheit des Tals freuen und dann unter den nächstbesten Block scheißen! Nie wieder an Ostern ins Verzasca-Tal! 

Zuviel Aufregung ist nicht gut für den Blutdruck, deshalb nun zum Bouldern. Nachdem ich die ersten Tage immer an irgendwelchen letzten Zügen gefallen bin und eigentlich schon am Samstag wegen totaler Plättung so etwas wie meinen ersten Restday in einem Boulderurlaub machen wollte, wendete sich das Blatt.
Nach eine enttäuschenden Fahrt ans "Heritage", der leider komplett gespült war, gings wieder zurück nach Brione, wo wir abends dann noch "Entwash, 8A" probierten. Der Boulder konzentriert sich schwierigkeitstechnisch zwar auf die ersten 3 Züge, bleibt aber mental anspruchsvoll, da ein späterer Sturz auch gleichzeitig bedeuten würde, dass man sich wahrscheinlich wie unser Crashpad zuvor 8m tiefer im Flussbett wiederfindet. Testen wollten wir das nicht, weshalb ich dann auch nicht mehr loslies, nachdem die untere Crux geschafft war. 

Ab jetzt gings dann aufwärts. Am nächsten Tag mussten zwischen den Versuchen in "Vecchio Leone, 8B" und "General Disarray, 8B" die Boulder "Ponk, 8A", "Wie im Urlaub, 7C+" und "Pause Cervelas, 7C+" dran glauben. 
Ostermontag war dann der Paycheck-Day. Wir starten morgens am General und machten uns kurz im Ausstieg warm. Ein paar Gos später fand ich mich dann schon wieder an der gleichen Stelle wieder und konnte knapp in der Sonne mit "General Disarray" meinen ersten 8B Boulder im Tessin abknipsen :-)  
Aber Vecchio war ja ebenfalls knapp, also warum nicht das auch noch machen wenns schon mal läuft ;-)
Ein provisorisches Bier wurde schon mal mit in den Rucksack gepackt und dann gings wieder hoch durchs Gestrüpp an dem alten Löwen, der zumindest für mich mit "General Dissaray" zu den besten Linien im Tessin zählt. 

"Vecchio Leone, 8B"
 
Mit dem besonderen Ansporn des Belohnungsbiers im Rucksack fielen mir die Züge gleich etwas leichter und so rutsche mein Daumen bei einem Go auf einen Kristall auf der Zange, den ich so vorher noch nicht in der Hand hatte. Plötzlich konnte ich die Zange verdichten und an die Doppelleiste ziehen. Beim Ausstieg gab es dann zwar Abzüge in der B-Note, denn den Standard-Schwimmbad-Ausstieg habe ich mich irgendwie nicht getraut, aber oben ist oben und so bekam der Trip für mich einen Abschluss, den ich mir so nie vorgestellt hätte. 
Da waren mir dann auch die 4 Stunden Verzögerung bei der Rückfahrt egal ;-)




Montag, 23. Februar 2015

Delusion of Grandeur + Wetterchecker

Hier nun ein schneller Videonachtrag zum Tessintrip:


Ein Video zum kompletten Trip ist derzeit auch noch in Arbeit und wird wahrscheinlich auch noch etwas dauern. Damit man die Wartezeit nun sinnvoll mit Bouldern oder Klettern draußen verbringen kann, hab ich mal ein paar Wettergadgets zusammengetragen.
Weitere Destinationen werden folgen :-) Ich hoffe es gefällt!

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